Wolkig
Mo 17.6.
17/24°
Bedeckt
Di 18.6.
18/26°
Wolkig
Mi 19.6.
18/29°

Herrscher in böhmischen Ländern und in der Prager Burg

Zeit der přemyslidischen Herrscher

  • Bořivoj (880-894) – erster christlicher Herrscher Böhmens, der seinen Sitz in der Prager Burg hatte, wo er die Marienkirche bauen ließ
  • Spytihněv (894-915) – befreite seine Gebiete von der Vorherrschaft Großmährens
  • Vratislav I. (915-921) – gründete die St.-Georgs-Kirche in der Prager Burg (etwa nach 910)
  • hl. Wenzel (921-935) – gründete die St.-Veits-Rotunde in der Prager Burg (um 926); heilig gesprochen
  • Boleslav I. (935-967) – Aufbau des frühen Staates und Ausdehnung seines Territoriums; er half Otto I., die Ungarn am Lech (955) zu besiegen
  • Boleslav II. (967-999) – gründete das Prager Bistum und das Benediktinerinnenkloster bei der St.-Georgs-Kirche; Vereinigung und Ausdehnung des Reichs; Ausrottung der Familie Slavník (995)
  • Boleslav III. (999-1002, 1003)
  • Vladivoj (1002-1003) – Vertreter der Familie Piast (verwandt mit Přemysliden)
  • Boleslav der Kühne (1003-1004) – polnischer Fürst aus der Familie Piast (Enkel Boleslavs I.)
  • Jaromír (1003/4-1012, 1034), Oldřich (1012-1034)
  • Břetislav (1034-1055) – überführte die sterblichen Überreste des hl. Adalbert aus Polen; erließ die Nachfolgerordnung
  • Spytihněv II. (1055-1061) – Bau des St.-Veits-Domes (Spytihněvs Basilika)
  • Vratislav II. (1061-1092) – erwarb 1085 als erster den Titel des böhmischen Königs (für seine Person)
  • Konrád I. von Brünn (1092), Břetislav II. (1092-1100), Oldřich von Brünn (1100)
  • Bořivoj II. (1101-1107, 1117-1120), Svatopluk (1107-1109), Vladislav I. (1109-1125)
  • Soběslav I. (1125-1140) – Beginn des Umbaus der Prager Burg
  • Vladislav II. (1140-1173) - erwarb 1158 den königlichen Titel für seine Hilfe beim Kriegszug nach Mailand
  • Soběslav II. (1173-1178) – Umbau der Prager Burg beendet
  • Oldřich (1173), Bedřich (1172-1173, 1178-1189)
  • Konrád III. Otto (1189-1191) – ältestes tschechisch geschriebenes Gesetzbuch (Statut Konrad Ottos)
  • Wenzel II. (1191), Jindřich Břetislav (1193-1197), Vladislav Jindřich (1197)

Zeit der přemyslidischen Könige und des Aufschwungs als Großmacht

  • Přemysl Otakar I. (1192-1193, 1197-1230) – erwarb 1198 den Erbtitel des Königs; 1212 Rechte für das Königreich Böhmen bestätigt
  • Wenzel I. (1230-1253) – politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Staates
  • Přemysl Otakar II. (1253-1278) –„eiserner und goldener“ König; Wirtschaftsaufschwung, Städtegründungen in Böhmen und Österreich; er gründete das Landesgericht
  • Wenzel II. (1283-1305) – böhmischer und polnischer König; Kurfürstentitel für böhmische Könige bestätigt; Beginn der Prägung des Prager Groschen (1300)
  • Wenzel III. (1305-1306) – böhmischer, polnischer und ungarischer König (Ladislav V.); mit seinem Tod starben die Přemysliden in männlicher Linie aus

Zeit der Luxemburger und Beginn der böhmischen Reformation

  • Heinrich von Kärnten (1306, 1307-1311), Rudolf von Habsburg (1306)
  • Johann von Luxemburg (1310-1346) – böhmischer und polnischer König; orientierte sich auf die Außenpolitik; fiel in der Schlacht bei Crécy
  • Karl IV. (1346-1378) – böhmischer und deutscher König, ab 1355 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; führender europäischer Herrscher des Spätmittelalters; Gründungstätigkeit, Aufschwung Prags und der Prager Burg; Goldene Bulle (Gesetze des Heiligen Römischen Reiches) und Krönungsordnung
  • Wenzel IV. (1378-1419) – böhmischer und römischer König; Streitigkeiten mit hohem Adel (Herrenbund) sowie mit der Kirche; unterstützte die Reformbewegung in der Kirche
  • Sigismund von Luxemburg (1419-1437) – ab 1387 ungarischer König, ab 1410 römischer König, ab 1419 böhmischer König, ab 1433 römischer Kaiser; Bemühungen um Kirchenreform, Organisierung von Kreuzzügen
  • Albrecht II. von Habsburg (1437-1439), Ladislav Postumus (1453-1457)
  • Jiří z Poděbrad (Georg von Podiebrad, 1458-1471) – bemühte sich um die Gründung eines Vereins europäischer Herrscher und friedliche Lösung der Streitigkeiten; Beginn des Kriegs mit dem ungarischen König Matthias Corvinus

Zeit der Familie Jagiello

  • Wladislaw II. Jagiello (1471-1516) – böhmischer und ab 1490 ungarischer König (danach Sitz in Buda = Budapest); Zeit der sog. Wladislawer Gotik
  • Ludwig von Jagiello (1516-1526) – böhmischer und ungarischer König; starb in der Schlacht bei Mohács

Zeit der Habsburger

  • Ferdinand I. von Habsburg (1526-1562) – böhmischer und ungarischer König, ab 1531 römischer König, ab 1556 römisch-deutscher Kaiser; Bemühungen um die Zentralisierung; Rekatholisierung
  • Maxmilian II. (1562-1575) – böhmischer und deutscher König, ab 1563 ungarischer König, ab 1564 römischer Kaiser; Beginn der Religionstoleranz
  • Rudolf II. (1575-1611) – Prag als Kaisersitz und Zentrum der Kultur des Spätmanierismus
  • Matthias (1611-1617) – Verlegung der Residenz dauerhaft nach Wien
  • Ferdinand II. (von Steiermark) (1617-1619, 1620-1627) – erwarb nach der Unterdrückung des Ständeaufstandes die absolute Macht, die böhmischen Länder gelangten in den Erbbesitz der Habsburger
  • Friedrich von der Pfalz (1619-1620) – von den aufständischen böhmischen Ständen gewählt (der sog. „Winterkönig“)
  • Ferdinand III. (1627-1646, 1654-1656) – gewaltsame Rekatholisierung
  • Ferdinand IV. (1646-1654), Leopold I. (1656-1705), Joseph I. (1705-1711)
  • Karl VI. (1711-1740) – pragmatische Sanktion (Thronfolge für die habsburgisch-lothringische Dynastie)
  • Maria Theresia (1740-1780) – theresianische Reformen (unter anderem Schulpflicht); großzügiger Umbau der Prager Burg
  • Joseph II. (1780-1790) – Vertreter des Aufklärungsabsolutismus; josephinische Reformen (unter anderem Toleranzpatent und Auflösung der Leibeigenschaft)
  • Leopold II. (1791-1792)
  • Franz I. (1792-1835) – Untergang des Heiligen Römischen Reiches; weiterhin Kaiserreich Österreich
  • Ferdinand I. (Gutmütiger) (1835-1848) – letzter gekrönter böhmischer König
  • Franz Josef I. (1848-1916) – am längsten regierender Herrscher
  • Karl I. (1916-1918)

Präsidenten seit der Entstehung der Tschechoslowakei (1918)

  • Tschechoslowakei: Tomáš Garrigue Masaryk (1918-1935), Edvard Beneš (1935-1938, 1945-1948)
  • Protektorat Böhmen und Mähren (Okkupation durch das faschistische Deutschland): Emil Hácha (1938-1945)
  • ČSSR (kommunistische Diktatur): Klement Gottwald (1948-1953), Antonín Zápotocký (1953-1957), Antonín Novotný (1957-1968), Ludvík Svoboda (1968-1975), Gustáv Husák (1975-1989)
  • ČSFR und Tschechische Republik nach November 1989: Václav Havel (1989-2003), Václav Klaus (seit 2003)